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Einige Verantwortliche der Elephants waren sehr skeptisch, was den Spieltermin am Donnerstag Abend anbetraf, denn die Wochenmitte ist ja nicht unbedingt ein etablierter Zeitpunkt für einen Sportevent, doch die Realität wischte alle Zweifel beiseite.

 


Weit über 800 Zuschauer hatten den Elephants Dome bis auf den letzten Platz gefüllt und das Hinspiel im WBV Pokal hatte von Beginn an den Rahmen, den es verdiente.
Vor dieser eindrucksvollen, friedlichen Kulisse legten beide Mannschaften auch dann gleich los wie die Feuerwehr. Bis zur vierten Minute konnte sich kein Team einen Vorsprung erspielen, doch nach 8 Minuten führten die Hausherren 20:13 und das erste Viertel endete 22:16.

Nach 13 Minuten war der Vorsprung der Schlossstädter  sogar auf 10 Punkte angewachsen (31:21), doch zwei schnelle Dreier von Behler und Strasser brachten Köln wieder ins Spiel und kurz vor der Pause ging man sogar in Führung. Doch ein schöner Dreier von Boykin sicherte den Blauen die 38:37 Halbzeitführung.

In der Kabine sprach man sachlich über Stärken und Schwächen sowie geeignete Mittel zur Verbesserung. Besonders wichtig war aber die Vorgabe, Ruhe zu bewahren, da abzusehen war, dass dies ein enges Spiel bleiben würde. Der Vorsatz, das erste Team sein zu wollen, das den Rheinstars eine Niederlage in einem Pflichtspiel zufügt, wurde allerdings erneut bekräftigt.
Nach dem Seitenwechsel entwickele sich in den ersten vier Minuten erneut ein enges Kopf an Kopf Rennen. Doch plötzlich trafen Boykin und Dohmen aus allen Lagen und die Führung der Elephants sah beim 58:51 wieder etwas komfortabler aus. Aber wie schon in der ersten Halbzeit drehte sich das Blatt erneut und nach 30 Minuten war das Spiel wieder völlig offen.

Mit einer knappen 60:58 Führung ging Grevenbroich in den Schlussabschnitt, doch den glich der starke Hallgrimson sofort nach dem  Wiederanpfiff aus. Die Rheinstars erarbeiteten sich nun sogar die Führung. Das 67:63 war der höchste Vorsprung der Roten, doch in einer Auszeit schworen sich die Elephants noch einmal ein und der unbedingte Siegeswille war in der Halle nun förmlich zu spüren. Innerhalb von drei Minuten machten vier unterschiedliche Schützen aus einem 4 Punkte Rückstand eine 4 Punkte Führung und der Wille der Kölner war gebrochen. In den letzten vier Minuten erzielten die Rheinstars nur noch vier Punkte und die Elephants, die bis zu diesem Zeitpunkt schwache 56% von der Freiwurflinie getroffen hatten, blieben jetzt cool und leisteten sich keinen weiteren Fehlwurf von der Linie.
Nach 40 Minuten hatte Grevenbroich das Final Hinspiel mit 75:71 gewonnen und der Sieg war aufgrund der Tatsache, dass man drei der vier Viertel gewonnen hatte auch völlig verdient.
Köln hatte sich bis zum Schluss als der erwartet schwere Gegner erwiesen und die Zuschauer feierten den Erfolg in diesem ausgesprochen intensiven Spiel ausgelassen. Doch leider bedeutet er (noch) nicht mehr als den ersten Schritt in die richtige Richtung.
Am Samstag treffen die Dickhäuter vor voraussichtlich ausverkauftem Haus auf Regionalliga Meister Iserlohn, bevor es am Sonntag um 18.00 Uhr in Köln im zweiten und alles entscheidenden Finale erneut gegen die Rheinstars geht. Wer das Spiel live erleben möchte, sollte sich schnellstens um Tickets bemühen.

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