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Nun hat es auch die Elephants erwischt. Am vierten Spieltag unterlag man dem Ligaprimus WWU Münster in fremder Halle etwas zu hoch mit 103:84. WWU verteidigte damit seine Spitzenposition vor den ebenfalls noch ungeschlagenen Baskets aus Schwelm, doch an dritter Stelle stehen nach wie vor die Dickhäuter.
Aber nun der Reihe nach: Bis zur achten Spielminute konnte Grevenbroich mit den hart verteidigenden Hausherren gut mithalten (19:19),  doch in den letzten zwei Minuten des ersten Viertels lief plötzlich nichts mehr zusammen. Drei unnötige Turnover wurden von Hartmann und König knadenlos ausgenutzt und da im Angriff der Korb nun wie vernagelt schien endete der Durchgang mit 29:19.
Die Viertelpause schien genau richtig zu kommen, doch die guten Vorsätze konnten nach dem Wiederanpfiff in keinster Weise umgesetzt werden. Münster machte in der Verteidigung enormen Druck und die Schlossstädter liefen so bedrängt keinen Spielzug mehr bis zum Ende durch, sondern verzettelten sich in unnötigen Einzelaktionen. Die personellen Wechsel, die gegen Düsseldorf noch von Erfolg gekrönt waren, blieben diesmal wirkungslos und zwei Dreier von Leo Padberg trafen die Gäste hart. In der Offensive lief weiterhin nichts zusammen. Selbst einfache Würfe fanden nicht ins Ziel und aus der Distanz blieb die Quote bis zur Halbzeit sogar bei grauenvollen 0%. Mitte des Viertels sah es beim 43:22 schon richtig schlimm aus, doch eine Umstellung auf Zonenverteidigung brachte einige Ballgewinne, die auch endlich wieder in Punkte umgemünzt werden konnten (45:30). Doch genau in diese Phase, als das Spiel begann, sich etwas ausgeglichener zu gestalten, setzte Münster erneut zwei Nadelstiche in Form von Dreiern mit Ablauf der 24 Sekunden Uhr und so ging es mit einem bitteren 55:31 in die Kabine.
Natürlich haderte man dort kurz mit persönlichen Unzulänglichkeiten und Wurfpech, aber dennoch wurden die Fehler sachlich angesprochen und man nahm sich vor, im zweiten Durchgang in jedem Fall positiv zu bleiben und zu kämpfen.

Nach fünf Minuten in Halbzeit zwei hatte man den 24 Punkte Rückstand zumindest auf 18 Zähler verkürzt, doch Münster zeigte sich nach wie vor mannschaftlich geschlossen und konzentriert. Ein Kosel Buzzerbeater aus der Distanz zum 74:55 beendete das dritte Viertel, das immerhin mit 5 Punkten gewonnen werden konnte.
Doch zwei schnelle Dreier zu Beginn des Schlussabschnittes verpassten der aufkommenden Aufholjagd einen herben Dämpfer. Eine erneute Umstellung auf Zonenverteidigung - diesmal aber mit den beiden Big Men Jördell und Chiwuzie stellten die Hausherren kurzzeitig vor Probleme. Plötzlich war der Vorsprung auf 11 Punkte zusammengeschmolzen und ein Sadek-Dreier zählte zum Entsetzen die mitgereisten Fans aus unerfindlichen Gründen nicht, weil am Rande der Drei Sekunden Zone Mostafa ein Foul begangen haben sollte.
Statt auf acht Punkte heranzukommen musste Raed  mit seinem fünften Foul vom Feld, was der Truppe einen spürbaren Schlag versetzte. 90 Sekunden vor dem Ende traf Basti Becker mit seinem dritten Dreier zwar noch einmal zum 91:79, doch Münster gab sich keine Blöße und machte den Sack souverän zu.

"Wir wussten, dass Münster zu Hause sehr körperbetont zur Sache geht, doch Ende des ersten und zu Beginn des zweiten Viertels haben wir schlichtweg vergessen, diesen Kampf anzunehmen. Eine schwache Wurfquote und eine starke Verteidigung der Gastgeber lassen den Sieg zwar etwas zu hoch ausfallen, doch unterm Strich ist er absolut verdient. Münster ist eine echte Spitzenmannschaft und wird wohl auch am Ende der Saison mit ganz oben stehen." zollte Coach Hartmut Oehmen dem Gegner am Ende großen Respekt.

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