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Unter dieser Headline könnte man den glanzlosen Sieg gegen den Tabellenletzten verbuchen, aber wie ein Absteiger hat das Team aus Essen nun auch wirklich nicht gespielt.
Bereits vor dem Anpfiff wurde Coach Hartmut Oehmen nicht müde davor zu warnen, dass in den Reihen des Gegners viele extrem erfahrene Akteure stehen, die alle Basketball spielen und an einem guten Tag zweistellig punkten können. Zudem war es trotz der angeschlagenen Jördell und Chute das Ziel, das Tempo über die gesamte Distanz hoch zu halten, um die nicht mehr ganz so jungen Gegner müde zu spielen. Doch zu so einem Konzept gehören immer zwei Seiten und die Truppe aus Frintrop wollte da am Samstag Abend auf keinen Fall mitspielen. Geschickt nahm das Team um Spielertrainer Sebastian Rathjen immer wieder das Tempo aus der Partie und erreichte somit zug um zug, dass sich die Elephants von dieser Art des Schlafwagen-Basketballs einlullen ließen. Vom eigenen Rhythmus war man bereits nach einem ziemlich ausgelichenen ersten Viertel (17:15) meilenweit entfernt und auch die Würfe aus der Distant schienen an diesem Abend nicht fallen zu wollen.

Im zweiten Viertel konnte man sich kurzzeitig zwar eine 10 Punkte Führung erarbeiten (33:23), doch dauerhaften Bestand sollte dieser höhere Vorsprung nicht haben. Ein Dreier von Bartels und fünf unnötige Freiwürfe in Folge brachten die Gäste wieder auf Tuchführung heran und so ging es mit einem dünnen 37:33 in die Pause.
In der Kabine war man sich darüber einig, dass man beinahe alle guten Vorsätze nicht hatte umsetzen können und man war sich der Gefahr,  die durch diese cleveren Routiniers ausging auch durchaus bewusst. Im zweiten Durchgang sollte es daher besser werden, denn eine Zitterpartie, die am Ende eventuell durch einen glücklichen Dreier des Gegners entschieden wird, wollte man in jedem Fall vermeiden.
Alles sollte nach dem Wiederanpfiff besser werden, doch es sollte anders kommen. Im Angriff ließen man viele gute Chancen ungenutzt und in der Verteidigung leistete man sich binnen kürzester Zeit böse Abstimmungsfehler, die die ausgewiesenen Essener Scharfschützen umgehend bestraften. Nach drei Dreiern in Folge führten die Adler erstmals mit 40:42 und da vorne einfach gar nichts ging, wuchs der Vorsprung sogar auf fünf Punkte an (43:48), wobei der Gegner auch von seinen bis dahin ausgezeichneten Wurfquoten profitierte (42% Dreier und 100% Freiwürfe). Die Hereinnahme von Basti Becker brachte in der Defense die notwendige Energie zurück und so konnte man sich bis zum Ende des dritten Viertels zumindest wieder eine knappe Führung erkämpfen (51:50).

Die Defense sollte es im Schlussabschnitt richten  und man kann vorwegnehmen, dass zumindest dieses Vorhaben erolgreich umgsetzt werden konnte, denn mit nur 14 Zählern ließ man dem Gegner die wenigsten Punkte in einem Spielabschnitt zu. In der Offense sollte der Korb jedoch zumindest aus der Distanz wie vernagelt bleiben, was die Quote von 1:17 beängstigend belegt und auch die Anzahl der individuellen Fehler nahm in der entscheidenden Phase nicht wirklich ab. Insgesamt trat man 6 mal auf die Auslinie, was alleine 6 Turnover bedeutete, dazu kamen zahlreiche Fehlpässe und einige Drei-Sekunden-Überschreitungen, die allesamt verhinderten, dass man die Partie rechtzeitig in trockene Tücher packte. Der Grund warum diese zerfahrene Partie am Ende doch gewonnen werden konnte, kann man wohl einzig und allein dem ungebrochenen Siegeswillen zuschreiben, der sich an der hohen Zahl der gewonnenen Rebounds ablesen lässt. Am Ende steht es 68:64 für die Hausherren und der Sieg geht unterm Strich natürlich völlig in Ordnung, da die Gäste nur ca. 7 Minuten in Führung gelegen haben.
Lokalmatador Basti Becker fasst es für alle passend zusammen: "Heute zählt nur der Sieg. Vor zwei Jahren haben wir solche Spiele z.B. gegen Ronsdorf noch verloren. Heute stehen wir nach fünf Spieltagen mit 4:1 Siegen gemeinsam mit drei anderen Teams an der Tabellenspitze. Den Saisonstart können wir daher wohl als gelungen bezeichnen und nur das ist wichtig. Mund abwischen und weiter gehts."

 Wie glückliche Sieger sehen die Elephants nach Spielschluß nicht unbedingt aus

 

 

 

 

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