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Am sechsten Spieltag mussten die Elephants erneut weit reisen, denn diesmal stand die Aufgabe bei den Bielefeld Dolphins auf dem Programm. Der Aufsteiger hat mit Peter Marcic einen Ex-Grevenbroicher in seinen Reihen und mit Dyon Doekhi einen weiteren Akteur, der die Liga aufgrund seines Engagements in Sechtem durchaus kennt.
Die Hausherren gingen in Führung, doch dieser Zustand sollte an diesem Abend lediglich 2 Minuten Bestand haben. Danach übernahmen die Schlossstädter erwartungsgemäß, doch trotz optischer Überlegenheit konnte man sich nicht deutlich absetzen. Das erste Viertel endete mit 18:22 und der Gegner hatte sichtliche Probleme damit, den unermüdlich antreibenden Farid Sadek zu stoppen, denn Ende der ersten Hälfte hatte der Pointguard bereits 10 Punkte auf seinem Konto.  Unser Coach hatte sich dazu entschieden von Beginn an den  deutlich größeren Watson gegen Dolphins Aufbau Marcic spielen zu lassen und dieser Schachzug sollte sich als goldrichtig erweisen. Der Amerikaner blockte  im Laufe des Spiels gleich 5 !!! Würfe des Guards und das, obwohl er nach einem Zusammenprall mit seinem Landsmann Lee nach bereits sieben Minuten regelrecht ko gegangen war. Doch bei unserem aus dem American Football erfahrenen Physio David Wischtukat war Watson in besten Händen. Schon nach wenigen Minuten konnte eine Gehirnerschütterung ausgeschlossen werden und der schlaksige Forward signalisierte, dass er weiter spielen könne. Sharif kehrte aufs Feld zurück und bis zur Halbzeit konnte man sich eine 10 Punkte Führung erspielen (37:47).

In der Kabine gab es dennoch kritische Töne, denn aufgrund der optischen Überlegenheit hätte man zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich höher führen müssen, aber man hatte es schlichtweg versäumt, den Sack frühzeitig zuzumachen. Daher konnte das Motto nur "konzentriert weiterspielen" lauten, doch zurück auf dem Spielfeld ließ man die notwendige Intensität leider vermissen. Vielmehr begann man damit, die Führung zu verwalten und ermöglichte so dem Gegner vermehrt kleinere Runs, die den Vorsprung immer mal wieder auf 6 Punkte zusammenschmelzen ließen.
Das dritte Viertel konnte Bielefeld so auch mit 2 Punkten gewinnen (59:65), doch ernsthaft in Gefahr geriet die Führung zu keinem Zeitpunkt. Im Schlussabschnitt das gleiche Bild. Die Dickhäuter taten genau so viel wie eben nötig, um den Gegner auf Distanz zu halten und die Gastgeber schafften es vor der traurigen Kulisse von ca. 70 Zuschauern (davon 20 aus Grevenbroich) eigentlich nie , den Elephants wirklich gefährlich zu werden.
Am Ende hieß es auch aufgrund der eindeutigen Dominanz unter den Körben sowie bei den Rebounds völlig verdient 78:87 und da Dorsten sich in eigener Halle überraschend Herford geschlagen geben musste gibt es mit Münster und BG Hagen jetzt nur noch drei Teams, die die Tabelle gemeinsam punktgleich anführen.

Coach Hartmut Oehmen zeigte sich nach dem Schlusspfiff daher auch sichtlich zufrieden: "Wir haben hier heute sicherlich kein spielerisches Highlight abgeliefert, aber unser Auswärtssieg war zu keinem Zeitpunkt gefährdet und nur das zählt unterm Strich. Am kommenden Samstag erwartet uns zu Hause gegen Schwelm nun ein echtes Spitzenspiel gegen den Topfavoriten der Liga."

 

 

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