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Nun fand es also doch statt. Die wohl meist diskutierte Begegnung der 1. Regionalliga der laufenden Saison. Aber für die Elephants war das Wort "Backboard" am heutigen Tag tabu. Der Fokus lag einzig und allein auf Gegner Herford, denn schließlich ging es ja darum, punktgleich mit Münster und Hagen an der Tabellenspitze zu bleiben.

Dass der spanische Power Forward de La Puente aufgrund von Knieproblemen bei den Gastgebern fehlte wurde natürlich wohlwollend zur Kenntnis genommenen, aber da US Import Sharif Watson nach einem Kurzeinsatz im zweiten Viertel auch passen musste, glich sich dieses personelle Handicap auf beiden Seiten aus. 
 
Nach nur 7 Sekunden traf Marko Boksic von der Dreierlinie und setzte damit ein eindeutiges Signal: Jetzt erst Recht!
Unter diesem Motto waren auch die zahlreichen Fans mitgereist, die mit ihren 6 Trommeln die Herforder Halle lautstärketechnisch sicher in der Hand hatten. Die Führung sollten die Dickhäuter bis zum Schlusspfiff nicht abgeben, denn zu konzentriert agierte man über weite Strecken des Spiels auf beiden Enden des Feldes.
Überraschend stand der zuletzt schwache  Raed Mostafa in der Starformation und der Routinier machte seine Sache als Spezialbewacher von Topscorer Joshua Micheaux ausgezeichnet. Gerade mal 6 Punkte konnte der Amerikaner in 34 Minuten auf seinem Konto verbuchen und Raed hatte damit maßgeblichen Anteil am Erfolg seines Teams.
Angetrieben von einem unermüdlichen Farid Sadek setzten die Schlossstädter die Hausherren von Beginn an mächtig unter Druck und so war es kein Wunder, dass man nach 10 Minuten bereits mit 18-30 in Führung lag.
Anfangs des zweiten Viertels betrug der Vorsprung dann sogar kurzzeitig 18 Punkte, doch dann hatte Herford eine Phase mit einigen erfolgreichen Dreiern und so hieß es zu Pause trotz eindeutiger optischer Überlegenheit nur 42:53.
 
Das katastrophale dritte Viertel in Ibbenbüren noch vor Augen nahm man sich in der Kabine vor, den Vorsprung nicht wieder leichtfertig zu gefährden und trotz gestiegener Intensität des Gegner gelang es tatsächlich die Führung auszubauen.
Mit 56:70 ging es in den Schlussabschnitt und Herford mobilisierte nun noch einmal die letzten Kräfte. Doch auf alle Aktionen des Gegners hatte man stets eine Antwort parat und die Reboundhoheit ließ man sich ohnehin nicht nehmen. 
Jasper Chiwuzie hatte mit 23 Punkten und 16 Rebounds trotz enormer Reisestrapazen einen extrem guten Tag erwischt und unser Guard Duo Sadek-Kazlauskas brachte den Vorsprung sicher über die Zeit.
 
Die EleFans feierten ihr Team ausgelassen und selbst im Bus ließ man jeden Akteur noch einmal einzeln hoch leben.
Die Aktiven selbst zeigten sich hingegen eher erleichtert als überschwänglich erfreut, denn die Situation rund um das kaputte Backboard hatte schon an den Nerven gezerrt. Nun ist das Kapitel zumindest für die Spieler beendet und ab Montag liegt der Fokus auf der der nächsten Begegnung in Salzkotten.



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