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Es war eine ereignisreiche Woche vor der Auftaktbegegnung gegen Hagen-Haspe. Auf dem Weg zum ersten Training im neuen Jahr war Femi Oladipo mit seinem Auto im Straßengraben gelandet. Das Fahrzeug erlitt einen Totalschaden, der Forward war glücklicherweise nur mit einem Schreck davon gekommen.  Am Mittwoch fehlten mit Femi, Simon, Timo sowie Jasper immer noch 4 Akteure und Lukas Katzlauskas konnte aufgrund einer Erkältung gerade mal mit 50% Intensität mitwirken. Erst beim Abschlusstraining war man mit 9 Akteuren komplett und dank eines U16 Spielers konnte man sogar ein wenig 5 gegen 5 spielen. Am Freitag ging für Manager Hartmut Oehmen der Spielberechtigungs-Marathon im Fall Mitchell Penner dann in die zweite, entscheidende Runde. Erst ein persönlicher Besuch bei der ZAV in Bonn sowie unzählige eMails und Telefonate brachten die notwenidigen Formulare zusammen und in allerletzter Sekunde gab es am Nachmittag dann grünes Licht vom DBB.

Am Spieltag selbst zeigte sich die Truppe trotz der höchst zerfahrenen Trainingswoche dann aber von Beginn an hoch konzentriert. Man hatte sich vorgenommen, gleich von Beginn an mit 120% Vollgas loszulegen, um dem Gegner schnellstmöglich den Schneid abzukaufen. Ohne den neuen US Zugang in der Startin 5 setzte man dieses Vorhaben dann auch gleich höchst konsequent um. Hagens US Power Forward Marcus Liggons war bei Femi Oladipo bestens aufgehoben. Dem zweitbesten Scorer der Liga (23 Punkte im Schnitt) gelangen an diesem Abend gerade mal 9 Zähler und auch der Rest des Teams zeigte sich gerade in der Verteidigung hellwach. Nach 20 Minuten zeigte die Anzeigetafel den beinahe unglaublichen Spielstand von 52:20 an und in der Kabinenansprache lautete die einzige Ansage: "weiter so".

Verständlicherweise ließ die Intensität im zweiten Durchgang nun ein wenig nach, doch den Gegner behielt man dennoch zu jeder Zeit absolut im Griff. Nachdem bereits in der ersten Hälfte alle neun Akteure Einsatzzeiten hatten verbuchen können, wurde auch in der zweiten Hälfte munter durchgewechselt. Nach 40 Minuten hatte kein Akteur weniger als 15 bzw. mehr als 29 Minuten Spielzeit auf seinem Konto und gepunktet hatte auch jeder - fünf Spieler sogar zweistellig. Die dabei erreichten Quoten konnten sich ebenfalls sehen lassen: 63,8% Zweier, 41,7% Dreier und respektable 45 Rebounds standen am Ende zu Buche. Gerade gegen die Übermacht unter den Körben hatten die Gäste so gut wie nichts entgegenzusetzen, was die 60 aus der Zone erzielten Punkte deutlichst unterstreichen.

Den hundertsten Punkt erzielte unter großem Jubel der hoch zufriedenen Fans übrigens Max Boldt per Dreier, der damit seinen Einstand im Elephants Dome in einem Pflichtspiel gebührend krönte.
Das 100:66 gegen die abstiegsbedrohten Hagener darf man unterm Strich aber nicht zu hoch bewerten, denn in den kommenden Wochen warten mit Düsseldorf und Münster Gegner ganz anderen Kalibers.
Mitch Penner wußte bei seinem Debüt im Elephants Dress übrigens mit 19 Punkten in knapp 24 Minuten absolut zu überzeugen und rechtfertigte damit die Bemühungen um seine Spielberechtigung.

 

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