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Die Vorzeichen standen nicht gerade gut für die Elephants, denn mit Simon Bennett (Jetlag) sowie Basti Becker und Farid Sadek (beide Rücken) meldeten sich gleich drei Akteure am Spieltag nur "bedingt einsatztauglich). Pointguard Sadek wurde noch bis drei Minuten vor Spielbeginn vom Düsseldorfer Physio behandelt (für diese super faire Geste noch einmal ein großes Danke) und konnte sich unmittelbar vor dem Anpfiff nur mit großer Mühe die Schuhe schnüren. Dennoch versuchte man es mit dem Routinier in der Starting Five, doch anders als sonst gab es für ihn schon nach 6 Minuten die erste Verschnaufpause.


In dieser Anfangsphase sahen die ca. 250 Zuschauer - davon mehr als die Hälfte aus Grevenbroich - zwei Teams mit viel Sand im Getriebe und die ersten Punkte ließen sage und schreibe 2 Minuten auf sich warten. Bei den Gästen hatte Mitch Penner zu Beginn erneut auf der Bank Platz genommen, aber der US Neuzugang sollte später noch eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass er in Sachen Effektivität ein echter Volltreffer zu sein scheint. Die ersten Punkte verzeichneten zwar die Elephants, doch das erste Viertel gehörte über weite Strecken den Hausherren, die sich überraschenderweise gerade unter den Körben gut in Szene zu setzen wußten. Das Centerduo Kehr und Kolovrat markierte im ersten Spielabschnitt die Hälfte aller Düsseldorfer Punkte. Auf der Gegenseite schien Jasper Chiwuzie unter Ladehemmungen zu leiden, denn ihm gelang in dieser Phase so gut wie gar nichts. Besser aufgelegt eindeutig sein Kollege Lennard Jördell, der all seine drei Würfe im Ziel unterbringen konnte. Ein besonders interessantes Duell lieferten sich von Beginn an Femi Oladipo und Dainius Zvinklys. Der Ex-Grevenbroicher, der von den EleFans bei der Teamvorstellung lautstark gefeiert wurde, zeigte sich explosiv wie eh und je, kam aber gar nicht damit zurecht, dass Femi perfekt auf sein Gegenüber eingestellt war und ihm daher immer 2 Meter Platz für einen offenen Wurf ließ, um ihm so aber den Weg zum Korb ein ums andere Mal erfolgreich zu versperren. Nach 10 Minuten zeigte die Anzeigetafel ein 20:15 an und auf der Elephants Bank bedurfte es nicht vieler Worte, damit die Akteure begriffen, dass man die Intensität von nun an erheblich steigern müsse, um hier heute Abend erfolgreich vom Feld gehen zu können.

Farid kam als Antreiber zurück und zeigte sich sowohl als Vorbereiter als auch Vollstrecker trotz großer Schmerzen bestens aufgelegt. Aber auch Mitch fand nun besser ins Spiel und zeigte sich zunehmend treffsicher. Nahezu unstoppable allerdings nun Jasper Chiwuzie. Der bullige Center tankte sich ein ums andere Mal kraftvoll unter dem Korb durch und erzielte in 7 Minuten starke 8 Punkte. Da die Düsseldorfer Distanzschützen bei ihren Bewachern in besten Händen waren hatten die Gastgeber arge Probleme zu punkten. Coach Hartmut Oehmen bewieß in dieser Phase eine Menge Vertrauen in seine Bank, denn z.B. einen Max Boldt mit seinen bis dahin gerade mal 15 Regionalliga-Minuten auf den besten Dreierschützen der vergangenen Saison Paulius Kleiza anzusetzen ist nicht gerade selbstverständlich. Doch Max und seine Kollegen machten ihre Sache ausgezeichnet und so war die knappe Pausenführung der Elephants (35:37) durchaus verdient.

In der Kabine analysierte man sachlich die Fehler der ersten Halbzeit. Sieben Ballverluste waren eindeutig zu viel und auch das Spiel über die beiden Center müsse noch mehr forciert werden. Desweiteren galt es Tempo und Verteidigungsintensität hoch zu halten, damit die Düsseldorfer Scharfschützen erst gar keine Möglichkeit bekommen, ihren so wichtigen Rhythmus zu finden.
Hoch motiviert kehrte man aufs Feld zurück, doch schon nach 54 Sekunden drohte der Plan für die zweite Halbzeit zu kippen. Jasper war nach einer undurchsichtigen Situation unter dem eigenen Korb zu Boden gegangen und zunächst sah es auch so aus als ob der Center nur das Gleichgwicht verloren hätte. Doch nach wenigen Schritten ließ sich unsere Nummer 88 erneut zu Boden fallen und signalisierte, dass er Probleme am rechten Sprunggelenk habe und ausgewechselt werden müsse. Folgerichtig kam Lenny zurück aufs Feld, fügte sich sofort nahtlos ein und konnte gleich in seinen ersten beiden Aktionen jeweils nur durch ein Foul gestoppt werden. Beim Stande von 39:39 hatte Mitch Penner jetzt seinen großen Auftritt. Der US Forward erzielte 6 Punkte innerhalb von 70 Sekunden und die Dickhäuter setzten sich mit einem 10:0 Run erstmals an diesem Abend etwas ab. Der ansonsten blasse Max Dohmen ließ in der 26. Minute mit seinem einzigen Dreier den Rüstand seiner Farben noch einmal kurz einstellig werden, doch der inzwischen ins Spiel gekommene Lukas Kazlauskas nahm die Partie jetzt an sich. Der Litauer glänzte als zuverlässiger Verteidiger, umsichter Passgeber, umsichtiger Passgeber und nicht zuletzt auch als Scorer. Das Viertel endete mit 55:62, doch die optische Überlegenheit der Elephants war bereits zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu übersehen.



Im Schlußabschnitt machten Luke und Lenny da weiter wo sie vor der kurzen Unterbrechung aufgehört hatten. Sie bestimmten das Grevenbroicher Angriffsspiel beinahe alleine. Düsseldorf fand gegen das konsequente Pick and Roll Spiel der beiden irgendwie kein Mittel und so erzielte das Duo beinahe ungehindert 10 Punkte in Folge. Alexander Goolsby verkürzte per Dreier 6 Minuten vor dem Ende noch einmal auf 60:70, doch das Düsseldorfer Team war längst in seine Einzelteile auseinander gefallen. US Topscorer Lewis gelang in der zweiten Hälfte nicht ein einziger Punkt und beinahe verzweifelt wirkten daher seine Versuche gegen Ende, die eigene Statistik per Dreier noch etwas aufzuhübschen. Einzig und allein Ex-Elephant Dainius Zvinklys stemmte sich voller Einsatz gegen die drohende Niederlage und so war es auch nicht verwunderlich, dass er in den letzten drei Minuten des Spiels alle Düsseldorfer Körbe erzielte. Für den Ausgang der Begegnung war das jedoch unerheblich, denn längst feierten die mitgereisten EleFans lautstark ihr Team und die Akteure klatschten sich im Lärm der anfeuernden Trommeln freudestrahlend ab. Als schließlich die Sirene ertönte hatte Grevenbroich in der Landeshauptstadt 84:69 gewonnen und so blickt man nun selbstbewusst auf das Spitzenspiel am kommenden Samstag im Elephants Dome gegen Münster.




 

 

 

 

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