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Nein, der bevorstehende Wechsel von Milen Zahariev zu den Itzehoe Eagles (Pro B) war am Samstag kein Thema in Gustorf. Nach dem überraschend unkomplizierten 91:79-Heimsieg (Halbzeit 53:33) der NEW’ Elephants über die als erster Verfolger von Spitzenreiter ART Giants Düsseldorf angereiste BBG Herford ging der Bulgare still zu seinem Auto – damit, dass sein Topscorer zum Team zurückkehrt, rechnet  selbst Trainer Simon Bennett nicht mehr. Die Entscheidung liegt bei Manager Helmut Oehmen, der am Samstag krankheitsbedingt zu Hause weilte und darum erstmals in dieser Saison nicht auf der Bank saß.

Das von ihm zusammengestellte Team machte sich freilich auch so direkt daran, den Eindruck vom miesen Spiel in Dorsten (67:74) gerade zu rücken. Mit dem starken Farid Sadek in der Regiezentrale, Milen Zahariev, Marko Boksic, Bastian Becker und Nino Janoschek sorgten die Hausherren vor nur knapp 400 Zuschauern früh für klare Verhältnisse. Dabei half ihnen freilich, dass Herford in Vaidotas Volkus auf seinen Topscorer verzichten musste. Der Litauer hatte seinem Trainer Christos Diktapanidis beim Aufwärmen signalisiert, dass er wegen einer Zerrung passen müsse. Das traf die Ostwestfalen hart. Die Elephants gewannen das erste Viertel mit 31:17 und bauten den Vorsprung bis zur Halbzeitpause auf satte 20 Punkte aus. Dass er dabei im Aufbau mit der Einbeziehung von David Markert „Jobsharing“ betreiben konnte, fand Bennett klasse.
Farid gegen2 nah HerfordTrotzdem blickte er mit leichter Sorge aufs dritte Viertel. „Wir müssen dranbleiben und nicht meinen, alles ginge einfach so weiter.“ Ging es tatsächlich nicht: Nach nur 1:09 Minute und vier schnellen Punkten der Gäste zum 37:53 nahm der Coach eine Auszeit. Weil danach Marko Boksic (2), der von jenseits der Drei-Punkte-Linie schließlich sieben seiner insgesamt elf Versuche nutzte, und Bastian Becker mit Dreiern Herfords geplante Aufholjagd ausbremsten, änderte sich an der Differenz lange nichts. Mit zwei Freiwürfen hätte Gideon Schwich fünf Sekunden vor Ende der dritten Abschnitts zum 75:55 treffen können, doch der 31-Jährige ging leer aus und im Gegenzug verkürzte der Brite Elliott Sentance, am Ende mit 30 Punkten bester Scorer der Partie, auf 58:73. Jetzt schien sogar die Wende möglich, zumal die Elephants zu Beginn des Schlussdurchgangs fast vier Minuten ohne Punkte blieben. Von der Freiwurflinie traf Jan Brinkmann zum 62:73. Erst Milen Zahariev löste mit seinem Korb zum 75:62 die Bremse. Als Marko Boksic und Max Boldt kurz darauf aus der Ferndistanz wieder auf 83:66 (36.) erhöhten, schienen die Grevenbroicher endgültig auf der sicheren Seite – trotz ganz schmaler Vorstellungen von Vytautas Nedzinskas und Lennard Jördell.

US-Profi Samuel Cassell jr., Sohn des dreimaligen NBA-Champions  Sam Cassell, hätte es mit seinen Punkten zum 75:84 ziemlich genau zwei Minuten vor Schluss jedoch um ein Haar noch mal spannend gemacht, für die Wende kamen die Gäste dann aber nicht mehr infrage.
(Quelle NGZ)